SO? – Sleep

so

 

released: 01.03.2004
(LP – 1 Disc)

 

 

track info

Das Gitarrenriff ist schon vor gut 10 Jahren von René Schönwolf komponiert worden
als wir noch zusammen in unserer ersten Band spielten. Ich spielte damals Keyboard und der jetzige Refrain war ursprünglich mal als Keyboard-Solo-Übergang gedacht. Ich habe irgendwo das „Original-Sleep“ noch auf einer Kassette rumfliegen. Gut 8 Minuten mit 5 verschiedenen Teilen sollte es damals der erste Dream-Theater-Versuch werden. Nun sind 3 Teile gekippt, und es ist ein ziemlich atmosphärischer Rocksong geworden. Der Anfang lässt mich immer noch schaudern… (Auch zum Teil weil ich den ersten Ton so schwer treffe…*g*)

Im Text geht es um 3 Stationen in einem Leben, die mit Angst vor der Dunkelheit zu tun haben. Ein kleiner Junge der nach einem Umzug die neuen Monster unter seinem Bett noch misstraut, ein Teenager der wohl besser weniger Drogen genommen hätte und ein alter Greis, der im Krankenhaus auf das Ende wartet. Alle 3 suchen sie Trost und Geborgenheit in dem Gefühl von jemandem geliebt zu werden. Hier taucht zum ersten mal einer meiner Lieblingsdichter auf: Dylan Thomas. – Antal

lyrics english

„Sleep“, my mother said
and took away the light.
Leaving just a darkened
void filling up with fright.
Lying in eternal black,
this room that’s not my own
Feels like a Bed & Breakfast
joint for those who like to roam.
Pull the sheets above my head,
ignore what I can’t see.
Silent claws are reaching out
to grab a chunk of me.
Oh a chunk of me!!

Trying to take me, break me.
Oh, for tonight and forever,
never dare to let me go.
When night falls, longing for your embrace. Please, hold and caress me,
guide me to the break of dawn.

„Drink“, my buddies said
and spineless I obliged.
Gulping down another scotch.
My eighth one for that night.
Swaying through the darkened rooms,
my heart clutched in a chill.
Why was I so stupid and took that little pill?
Drowning in the coloured lights,
pupils wide with fear,
Reaching for your aura to get me out of here.
Please, get me out of here!!

Trying to take me, break me.
Oh, for tonight and forever,
never dare to let me go.
When night falls, longing for your embrace. Please, hold and caress me,
guide me to the break of dawn.

And when I wake and see the sun,
will you still be by my side?
And let the sun rise on your skin,
driving out the ghosts of night.
As I inhale your vital breath,
my head still on your shoulder.
I do not fear the next dark night,
as long as I can hold you.

„Rest“, the doctor said
so now I close my eyes.
Lying in this musty bed
behind those pulled blinds.
The flowers that you brought me,
that blossomed in the sun
Now close their vivid petals,
wait for the night to come.
Rage against my failing heart,
rage against my fear.
Rage against the dying light.
Grant me another year!
Oh God just one more year!!

Trying to take me, break me.
Oh, for tonight and forever,
never dare to let me go.
When night falls down.
Please, just let me hold and caress you,
once more till the break of dawn.

lyrics deutsch

„Schlaf“, sagte meine Mutter mir
und nahm mir das Licht weg.
Zurück blieb nur eine dunkle Leere,
die sich langsam mit Furcht füllt.
Im ewigen Schwarz liegend,
fühlt sich dieses Zimmer, daß nicht meins ist,
an wie eine Imbissbude
für die dunklen Wanderer der Nacht.
Ziehe mir die Decke über den Kopf,
ignoriere, was ich nicht sehen kann.
Stille klauen greifen nach mir,
um sich ein Stück von mir zu holen.
Oh ein Stück von mir!!

Sie versuchen mich zu holen, mich zu brechen.
Oh heute nacht und für immer,
lass mich niemals los.
Wenn die Nacht hereinbricht, verlange ich nach deiner Umarmung. Bitte, halte und streichle mich. Führe mich bis zum Morgengrauen.

„Trink“, sagten meine Kumpels mir
und rückgratslos gehorchte ich.
Trank noch einen weiteren Scotch,
mein Achter an dem Abend.
Wankend durch die verdunkelten Räume,
mein Herz in einer eisigen Umklammerung.
Warum war ich so blöd und nahm die kleine Pille?
Ertrinkend in den farbigen Lichtern,
Pupillen weit sich vor Angst.
Suchend nach deiner Aura, um mich raus zu holen.
Bitte, hol mich hier raus!!

Sie versuchen mich zu holen, mich zu brechen.
Oh heute nacht und für immer,
lass mich niemals los.
Wenn die Nacht hereinbricht, verlange ich nach deiner Umarmung. Bitte, halte und streichle mich. Führe mich bis zum Morgengrauen.

Und wenn ich aufwache und die Sonne sehe, wirst du dann noch an meiner Seite sein?
Und die Sonne auf deiner Haut aufgehen lassen, die Geister der Nacht vertreibend.
Wenn ich dein süsser Atem inhaliere, mein Kopf noch an deiner Schulter,
habe ich keine Angst vor der nächsten, dunklen Nacht. So lange wie ich dich halten kann.

„Ruhe“, sagte der Arzt,
also mache ich nun meine Augen zu.
Liegend in diesem staubigen Bett,
hinter den zugezogenen Vorhängen.
Die Blumen die du mir gebracht hast,
die in der Sonne blühten,
schliessen nun ihre lebensfrohen Blüten,
und warten auf das Kommen der Nacht.
Wüte gegen mein nachlassendes Herz.
Wüte gegen meine Angst.
Wüte gegen das sterbende Licht.
Gewähre mir noch ein weiteres Jahr.
Oh Gott nur ein Jahr mehr!!

Sie versuchen mich zu holen, mich zu brechen.
Oh heute nacht und für immer,
lass mich niemals los.
Wenn die Nacht hereinbricht, Oh, bitte, lass mich dich halten und streicheln,
noch ein letztes mal bis zum Morgengrauen.